WIFF deckt auf: Im Stammersdorfer Heeresspital sollen nach den Wahlen bis zu 600 Flüchtlinge in winterfesten Großraumzelten des Bundesheeres untergebracht werden

WIFF deckt auf: Im Stammersdorfer Heeresspital sollen nach den Wahlen bis zu 600 Flüchtlinge in winterfesten Großraumzelten des Bundesheeres untergebracht werden. „Befehl“ von Bgm. Häupl: „Ich möchte vor der Wahl kein Zelt sehen!“

Am 13. und 15. September hatte WIFF die Öffentlichkeit darüber informiert, dass das Stammersdorfer Heeresspital für die Unterkunft von Flüchtlingen „aufgerüstet“ wird. Die Folge waren heftige Dementis seitens der SPÖ und die Vorwürfe, Lügen zu verbreiten und Panikmache zu betreiben. Nunmehr steht eindeutig fest: Das Stammersdorfer Heeresspital soll tatsächlich bis zu 600 Flüchtlinge aufnehmen. Diese sollen in 23 Großraumzelten untergebracht werden, die derzeit gemeinsam mit 600 Feldbetten in einer Großgarage der Kaserne „versteckt“ lagern. Nach einem „Befehl“ von Bgm. Häupl sollen die Zelte allerdings frühestens ab dem 12. Oktober, also nach der Wahl, aktiviert werden. „Häupl hintergeht mit seinem Verhalten die Floridsdorfer Bevölkerung und betreibt eklatanten Vorwahlschwindel!“ kritisieren die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald und warten mit einer lückenlosen Dokumentation des „Kriminalfalles“ auf:

Am 11. September fand sich nach telefonischer Vorankündigung gegen 17 Uhr ein „Erkundungstrupp“ des Militärkommandos Wien unter Major Sassmann im Heeresspital ein. Aufgabenstellung: Auswahl geeigneter Standorte für Zelte, Toiletten und Wasseranschluss sowie etwaiger freizumachender Gebäudeteile. Mit dabei Kasernenkommandantin Brigadier Andrea Leitgeb, der Kommandant des Sanitätszentrums Ost Oberstarzt Dr. Claus Wolf, Oberst Stefan Koutnik von Militärkommando Wien sowie weitere Heeresangehörige.
Von der Ladefläche eines Heeres-LKW erfolgte die Prüfung der vorhandenen Freiflächen, letztlich wurde der von zahlreichen Ziesel bevölkerte Bereich nächst der Sportanlage für die Aufstellung von Zelten ausgewählt.
Was offenbar Brigadier Andrea Leitgeb zur Frage veranlasste: „Und was ist eigentlich mit den Ziesel?“
Antwort von Major Sassmann: „Auf die Ziesel wird geschissen!“
Zum Abschluss der Erkundung verblüffte schließlich Oberstarzt Dr. Wolf die Anwesenden mit der Mitteilung:
„Mich hat Bürgermeister Häupl angerufen und erklärt: ‚Ich möchte vor der Wahl kein Zelt sehen!'“

Gegen Mitternacht des selben Tages langten dann im Heeresspital vier Container mit 600 Feldbetten ein. Tags darauf wurden – ebenfalls in Container verpackt – 23 winterfeste Großraumzelte geliefert. Zelte und Feldbetten lagern derzeit „versteckt“ in einer Großgarage der Kaserne.

Wohl um einer Lüftung des „Geheimnisses“ vorzubeugen, wurde den Torwachen erhöhte Aufmerkamkeit aufgetragen. Vor allem Journalisten oder Fotografen sei der Zutritt in die Kaserne zu verweigern, diese seien an das Militärkommando zu verweisen. Sogar Besucher von Patienten seien genauen Kontrollen mit Nachfrage im Krankenhaus zu unterziehen, um das illegale Betreten des Areals durch Journalisten zu verhindern.

Dazu die beiden WIFF-Bezirkspolitiker Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald: „Offensichtlich hat der Herr Bürgermeister jetzt auch schon die Befehlsgewalt über das Wiener Militärkommando. Hier handelt es sich ganz offensichtlich um eine bewusste Täuschung des Wahlvolkes, um etwaige Stimmenverluste zu vermeiden. Eigentlich müsste sich ein Wiener Bürgermeister für derartige Machinationen zu gut sein. Aber offenbar hat Häupl noch das katastrophale Abschneiden seines Parteigenossen Voves bei der jüngsten Steiermark-Wahl in Erinnerung, der wegen der von ihm korrekterweise ohne Rücksichtnahme auf etwaige Wahlen betriebenen, durchaus vernünftigen, Zusammenlegung von Gemeinden und Bezirkshauptmannschaften ein in diesem Ausmaß unerwartetes Wahldebakel erlitten hat“.

Zelte1-Kopie

 

Zelte2-Kopie

Bildtext:
Die Heerscontainer mit winterfesten Großraumzelten und Feldbetten wurden nach der Lieferung in einer Garage der Stammersdorfer Kaserne „versteckt“.