WIFF fordert absolutes Verbot von Knallkörpern samt Verkaufsverbot

Nach schweren Sachbeschädigungen und gesundheitlicher Gefährdung von Mensch und Tier:  WIFF fordert absolutes Verbot von Knallkörpern samt Verkaufsverbot.
Einen neuen Höhepunkt an unsinniger Knallerei und Raketenabschüssen hat der vergangene Jahreswechsel mit sich gebracht. Tausende Bürger wurden bereits seit Monaten zuvor durch gezündete Knallkörper immer wieder ihres Schlafes beraubt, was letztlich zu gesundheitlichen Schäden führen kann. Und viele Haustiere, wie Hunde und Katzen, hatten unter den nächtlichen Detonationen zu leiden.Verbot

Der am öffentlichen Gut – wie gesprengten Müllkontainern, Telefonzellen usw. – entstandene Sachschaden konnte bisher noch gar nicht ermittelt werden.

 WIFF – Wir für Floridsdorf nimmt diese jüngsten Auswüchse zum Anlass, für ein sofortiges Knallkörperverbot einzutreten. Zudem sollen Feuerwerke (Donauinsel etc.) nur nach behördlicher Anmeldung und Genehmigung sowie unter Aufsicht von ausgebildeten Sprengkundigen abgeschossen werden dürfen.Knallk1 Kopie
Die beiden WIFF – Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald fordern Bürgermeister Häupl dringend auf, die Magistratsdirektion / Rechtsabteilung des Rathauses anzuweisen, alle rechtlichen Möglichkeiten auszuloten mit dem Ziel, künftig sämtliche Knallereien nicht nur zu verbieten, sondern auch ein Verkaufsverbot von Feuerwerkskörpern an Jugendliche unter 18 Jahren. Nicht zuletzt muss die Kontrolle vor Ort deutlich intensiviert werden.

Tschechien als Dorado für knallwütige Zeitgenossen – Außenministerium wäre gefordert

 Da der Großteil der vor und zu Silvester gezündeten Knallköper, Raketen und Böller aus Tschechien stammt, könnten konzertierte Grenzkontrollen (Fahrzeuginnenraum, Kofferraum) doch viele vom Import solcher Knallkörper abhalten. Allerdings nicht nur kurze Alibikontrollen wie gehabt! – Auch das Außenministerium wäre hier gefordert. Gemeinsam mit den Verantwortungsträgern unserer Nachbarn sollte die Erlassung eines Verkaufsverbotes in beiden Ländern doch möglich sein.
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Wo war die Polizei zum Jahreswechsel?

 Vor allem in den Gemeindebauten werkten die Chaoten mit ihrer Knallerei. Doch von der Polizei keine Spur. Sogar unweit der Polizeiinspektion Großfeldsiedlung wurde eine Telefonzelle gesprengt. „Jetzt die Schuld auf die Polizei abzuschieben, ist falsch. Wer den Personalstand der Exekutive in der Silvesternacht in Floridsdorf kennt, müsste glatt seines Sicherheitsgefühles verlustig gehen“, sagt WIFF–Obmann Hans Jörg Schimanek. „Denn seitens der Polizeidirektion wurde das Hauptaugenmerk so wie jedes Jahr dem Silvesterpfad in der Wiener Innenstadt gewidmet.
Mit zwei drei Funkwagen und spärlichst besetzten Polizeiinspektionen kann man den knallwütigen Chaoten kaum etwas entgegen setzen. Aber vielleicht kommt die Obrigkeit im nächsten Jahr rechtzeitig auf den Gedanken, dass der Einsatz von deutlich mehr Beamten und konzertierte Aktionen gegen die Knaller deutlich weniger kostet, als die Sanierung der entstandenen Schäden. Von Verletzungen bzw. gar Tötungen durch Böller etc. gar nicht zu reden“.