WIFF fordert: „Kein Steuergeld mehr für menschenunwürdige Bauprojekte – Widersinnige Wohnbauförderung umgehend ändern!“

Am Beispiel Floridsdorf und dem hier herrschenden Bauboom zeigt sich deutlich, dass die Wohnbauförderung durch Bund und Land Wien umgehend einer gravierenden Änderung bedarf. „Wer Wohnbau-Projekte wie etwa Prager Straße/Hopfengasse (GÖD), Florasdorf (Prager Straße/Nordbrückentrasse), Brünner Straße/Ecke Katsushikastraße (BWSG) oder Thayagasse (Schwarzataler Wohnbaugenossenschaft) mit öffentlichem Steuergeld fördert, ist in seinem Tätigkeitsbereich fehl am Platz!“

Mit dieser unmissverständlichen Kritik an den Praktiken der Verantwortlichen aus Politik und Beamtenschaft in den Bereichen Wohnbauförderung von Bund und Stadt Wien gehen die beiden WIFF-Bezirkspolitiker Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald nunmehr an die Öffentlichkeit. „Es ist hoch an der Zeit, den Herrschaften einmal vor Augen zu führen, unter welch unsinnige Förderansuchen sie in der Vergangenheit ungeprüft ihre Unterschrift gesetzt haben bzw. nach wie vor setzen“, nehmen sich Schimanek und Turtenwald kein Blatt vor den Mund. Es sei widersinnig und menschenunwürdig, den Bau von Wohnhausanlagen mit Balkon- oder Loggiablick direkt auf Hauptverkehrsstraßen wie Brünner- oder Prager Straße oder auf die Nordbrückentrasse zu genehmigen und zudem noch mit öffentlichen Fördermitteln auszustatten.
 
„Ein besonderes ‚Gustostückerl‘ ist hier der Wohnbau der Schwarzmaler Genossenschaft in der Thayagasse. Dort sind Balkone und Wohnräume direkt zur Hochbahntrasse und dem vor allem nächtlichen ÖBB-Schwerverkehr sowie zur Schnell- und Regionalbahntrasse hin angeordnet“, so Schimanek. Man spekuliere hier zwecks Gewinnmaximierung mit der Wohnungsnot von Familien, die oft keine andere Möglichkeit haben, als in derartige Wohnungen einzuziehen. „Diesen widersinnigen Praktiken, mit denen auf Dauer die Slums von morgen produziert werden, muss endlich ein Ende gesetzt werden“, so die beiden WIFF-Bezirkspolitiker abschließend.