WIFF fordert: „Kein Steuergeld mehr für menschenunwürdige Wohnbauprojekte – Widersinnige Wohnbauförderung umgehend ändern!“

Am Beispiel Floridsdorf und dem hier herrschenden Wohnbau-Boom zeigt sich deutlich, dass die Wohnbauförderung durch Bund und Land Wien umgehend einer gravierenden Änderung bedarf. „Wer trotz wiederkehrender Warnungen der Medizin vor Lärm als gefährlichem Krankmacher Wohnbauprojekte wie etwa in der Prager Straße/Hopfengasse (Wohnbaugenossenschaft der Gewerkschaft öffentlicher Dienst), „Florasdorf“ direkt an der Nordbrückentrasse (Sozialbau/Neues Leben), Brünner Straße/Ecke Katsushikastraße (BWSG) oder Thayagasse („Schwarzataler“) mit Steuergeld fördert, ist in seinem Tätigkeitsbereich fehl am Platz!“ – mit dieser unmissverständlichen Kritik an den Praktiken der Verantwortlichen aus Politik und Beamtenschaft im Bereich Wohnbauförderung gehen die beiden Bezirkspolitiker („WIFF – Wir für Floridsdorf“) nunmehr an die Öffentlichkeit.

„Es ist hoch an der Zeit, den Herrschaften einmal vor Augen zu führen, unter welch unsinnige Förderansuchen sie in der Vergangenheit ungeprüft ihre Unterschrift gesetzt haben bzw. nach wie vor setzen“, nehmen sich Schimanek und Turtenwald kein Blatt vor den Mund. Es sei widersinnig und unmenschlich, den Bau von Wohnhausanlagen mit Balkon- oder Loggiablick direkt auf stärkst frequentierte Hauptverkehrwege wie Brünner Straße und Prager Straße oder gar auf die autobahnähnliche Nordbrückentrasse samt Zubringer und Abfahrt zu genehmigen und zudem noch mit öffentlichen Mitteln zu fördern.
 
„Ein ganz besonderes ‚Gustostückerl‘ ist hier der Wohnkomplex der ‚Schwarzataler Genossenschaft‘ in der Thayagasse. Dort sind Balkone und Wohnräume direkt zur nur wenige Meter entfernten Hochbahntrasse und dem vor allem nächtlichen ÖBB-Schwerverkehr sowie zur Schnell- und Regionalbahntrasse ausgerichtet.“, so Schimanek. Man spekuliere hier offenbar zwecks Gewinnmaximierung mit der Wohnungsnot von Familien, die oft keine andere Möglichkeit haben, als in derartige Wohnungen einzuziehen.
 
„Diesen widersinnigen Praktiken, mit denen auf die Dauer die Slums von morgen produziert werden, muss endlich ein Ende gesetzt werden“, so die beiden WIFF-Bezirkspolitiker abschließend.