WIFF fordert von Samariterbund Verbesserung des Kontrollsytems

Einkauf im Sozialmarkt mit Luxus-Auto kein Einzelfall: WIFF fordert von Samariterbund Verbesserung des Kontrollsytems.

„Hohe Wellen“ hat der von WIFF aufgedeckte Fall rund um eine Einkaufsfahrt mit einer BMW-Luxuskarosse mit tschechischen Kennzeichen zum Sozialmarkt des Samariterbundes in der Frömmlgasse geschlagen. „Wir bedauern zutiefst, dass eine Einkaufs-berechtigte Kundin unseres Sozialmarktes medial verunglimpft und als Sozialschmarotzerin dargestellt wurde“, so dazu der Leiter des Sozialmarktes in einer Presseaussendung. Das Auto habe sich die Frau von einem Bekannten geliehen, da sie nach einer Operation nichts Schweres tragen dürfe.

Dazu WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek: „Sollte die Frau hier tatsächlich unschuldig zum Handkuss gekommen sein, tut uns das leid. Es ist ja auch durchaus erfreulich, wenn die Betroffene einen wohlhabenden Bekannten hat, der ihr sogar sein teures Auto anvertraut. Offenbar haben aber beide Personen nicht gewusst, dass die Frau ein Fahrzeug mit tschechischen Kennzeichen in Österreich gar nicht lenken darf. Es sei denn, sie ist selbst tschechische Staatsbürgerin.“ Zudem sei ein solches Fahrzeug, wenn man es nicht gewöhnt ist, gar nicht so einfach zu handhaben, sagt dazu WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek.

Dass es sich hier um keinen Ausnahmesfall handelt, beweisen mehrere WIFF vorliegende Zeugenaussagen von Anrainern, die immer wieder auch größere Mercedes, BMW und Audi, noch dazu oftmals in zweiter Spur stehend, vor dem Sozialmarkt Frömmlgasse beobachten. „Während die Männer in den Autos warten, verrichten deren Begleiterinnen ihre Einkäufe im Sozialmarkt“, so ein Augenzeuge. „Dass es sich hier jedes Mal um von reichen Freunden ausgeliehene Fahrzeuge handelt, kann wohl ausgeschlossen werden!“, so Schimanek.

WIFF fordert nicht zuletzt angesichts dieses Vorfalls den Samariterbund und alle übrigen Betreiber von Sozialmärkten auf, ihre Sicherheitsnetze engmaschiger zu knüpfen, damit künftig nur tatsächlich Bedürftige dort einkaufen können.

ZUR INFO:
Einkaufsmöglichkeit in Sozialmärkten haben laut Samariterbund:
Einzelpersonen mit einem Einkommen bis € 900.-,
pro Kind kommen € 270.- hinzu.
Paare: € 1.370.