WIFF: „Ganz-Wien-Gratisparkpickerl für alle Wiener leider nur Wunschdenken, aber…“

Der Donaustädter Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy (SPÖ) lässt laut Tageszeitung „HEUTE“ vom 24. Juli mit der Idee eines „kostenlosen wienweiten Parkpickerls ausschließlich für alle Wienerinnen und Wiener“ aufhorchen. Alle Einpendler müssten laut Nevrivy „schon an der Stadtgrenze abgefangen werden – bei gleichzeitiger Verbesserung des Öffi-Angebotes und des Ausbaues von Park&Ride-Anlagen im Wiener Umland.

„Die Idee eines solchen wienweiten Parkpickerls nur für die Wiener Bevölkerung ist leider völlig unrealistisch!“, ist hingegen WIFF-Landesparteoiobmann und Bezirksrat Hans Jörg Schimanek überzeugt: „Eine solche Regelung, käme sie denn, würde spätestens von den Höchstrichtern der Republik u. a. wegen unzulässiger Ungleichbehandlung gekippt werden“. – Schimanek schlägt Nevrivy statt dessen eine bezirksübergreifende Initiative vor: „Machen wir links der Donau parteiübergreifend gemeinsame Sache und treten wir für ein kostenloses, allerdings rein bezirksbezogenes, Parkpickerl in Wien ein. Damit könnte jeder Kfz-Besitzer in seinem Heimatbezirk gratis parken, in allen übrigen Bezirken würde für ihn weiterhin die derzeit praktizierte Kurzparkregelung gelten. Mit einer solchen Maßnahme würden die vor allem in Einzugsbezirken wie Floridsdorf oder Donaustadt herrschenden Parkprobleme deutlich reduziert und die Stadt Wien ginge nur eines geringen Teils der Einnahmen aus dem Parkscheinverkauf verlustig“.
 
Selbstverständlich dürfe aber auch die Verbesserung des Öffi-Angebotes und eine längst überfällige Ländervereinbarung Wien/NÖ unter Einbeziehung des Bundes nicht weiter auf die lange Bank geschoben werden, so Schimanek abschließend.
 
WIFF-Landesparteiobmann BR Hans Jörg Schimanek zu BV Nevrivys (SPÖ) „Pickerl-Vorschlag“: „Ja zu Gratis-Pickerl für alle Wienerinnen und Wiener, aber nur bezirksbezogen!“. – Foto: Franz Hödl.