WIFF-Kritik&Vorschlag fiel auf fruchtbaren Boden: „Wiener Linien“ testen 2020 erstmals Wasserstoff-Linienbus.

Die Kritik von WIFF – Wir für Floridsdorf, die „Wiener Linien“ würden den Umstieg auf höchst umweltfreundliche Wasserstoff-Busse im Linienbetrieb „verschlafen“, dürfte bei der zuständigen Stadträtin Sima (SPÖ) auf fruchtbaren Boden gefallen zu sein. Zwei Wochen nach der diesbezüglichen WIFF-Presseaussendung ließen die „Wiener Linien“ verlauten, „es werde schon im Mai 2020 ein erster Testbus zwei Wochen lang in Wien unterwegs sein“.

„Spät aber endlich doch!“, sagen die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald. Immerhin seien ja in zahlreichen europäischen Städten mit Wasserstoff betriebene Linienbussen längst in Betrieb. So etwa hat Bozen (Südtirol / siehe Foto) im Vorjahr zur bestehenden Wasserstoff-Flotte bereits die zweite Tranche, nämlich zehn weitere Busse, angekauft. Auch von den Verkehrsbetrieben der deutschen Städte Köln und Wuppertal wurden vorerst 30 Fahrzeuge in Auftrag gegeben und zuletzt hat man in Graz nach einer erfolgreichen gemeinsamen Testphase mit ÖBB&Postbus den Ankauf mehrerer Fahrzeuge fixiert.

„Die Feststellung der ‚Wiener Linien‘, die Herstellerfirmen seien von einer Serienreife für diese Busse noch etwas entfernt, die ersten Modelle wären erst 2022 erhältlich, ist daher nachweislich falsch und dürfte wohl nur die Verschleierung der eigenen bisherigen Versäumnisse zum Ziel haben!“, so die WIFF-Bezirkspolitiker. Erfreulich wiederum sei, dass – entsprechend dem WIFF-Vorschlag – die Busgarage Leopoldau mit einer Wasserstoff-Tankstelle ausgestattet werden soll.

„Da für die Herstellung von Wasserstoff Strom benötigt wird, wäre es zudem höchst zielführend, sich das Kölner Modell einmal genau anzusehen. Dort wird nämlich der erforderliche Strom für die Erzeugung von Wasserstoff in der städtischen Müllverbrennungsanlage hergestellt“, so Schimanek abschließend an die Adresse der sowohl für „Wiener Linien“ wie auch für die MA 48 verantwortlichen Stadträtin Sima.