WIFF-Protest gegen immer mehr Beton: „Wien und Floridsdorf müssen nicht mehr wachsen!“.

 
„Floridsdorf an der Baustelle“ – kein Scherz, sondern im Laufe der Jahre leider zur traurigen Wahrheit geworden. Wohin das Auge blickt, boomt der Wohnbau der Genossenschaften und auch der neue Bürgermeister Ludwig – selbst Floridsdorfer – wird nicht müde, vom „wachsenden Wien und dem dringenden Wohnbedarf in der Stadt“ zu reden.
 
„In Wahrheit ist die Wiener SPÖ wohl nur darauf aus, durch zuziehende Neo-Österreicher langfristig ihre Stimmenmehrheit bei Wahlen zu sichern. Dass mit diesem Betonwahn unsere Stadt langfristig zerstört und die Lebensqualität der Wienerinnen und Wiener vor allem auch wegen der vernachlässigten Verkehrsinfrastruktur zusehends den Bach hinunter geht, scheint niemand zu kümmern“, üben die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald harsche Kritik an den „hoffentlich Noch-Machthabern“ im Wiener Rathaus.
 
Sie hatten bei der Gründung von WIFF – Wir für Floridsdorf im Jahr 2009 bewusst den Spitzenslogan ihrer neuen Partei gewählt: „Floridsdorf muss ein Grünbezirk bleiben!“ – Demnächst sollen die Baumaschinen aber auch im Donaufeld auffahren. „WIFF tritt da gemeinsam mit FPÖ, ÖVP und Neos (siehe Foto / Lokalaugenschein) vehement gegen die Dichtverbauung des Gebietes auf. Wegen der fehlenden Verkehrsinfrastruktur und auch deshalb, weil mehrere Tausend neue Bewohner zugleich auch mehrere Tausend zusätzliche Badegäste an der Alten Donau bedeuten würden, was bei den angesichts des Klimawandels auch künftig hohen Sommertemperaturen unweigerlich zum sogenannten ‚Umfallen‘ des Wassers führen könnte“, so Schimanek.
 
Statt immer neuen grünen Grund und Boden durch Großwohnbauvorhaben zu versiegeln, schlägt WIFF – zum wiederholten Mal! – an Stelle des Baus immer neuer Großwohnhausanlagen eine großzügige Sanierungsoffensive für den Althausbestand in Wien vor.
 
„Eigentümer von alten Zinshäusern sollten die gesamten Sanierungskosten über die Wohnbauförderung finanziert erhalten für den Fall, dass sie die Wohnungen künftig zu sozial verträglichen Mieten anbieten. So könnten Jahr für Jahr viele Millionen eingespart, die Baubranche aber dennoch beschäftigt bleiben. Diese Vorgangsweise wurde zuletzt nach der Wende im Osten Deutschlands höchst erfolgreich praktiziert und es stünden bei Nachahmung des Modells wohl auch dem Wiener Wohnungsmarkt binnen kurzem zigtausende menschenwürdige Altbauwohnungen zur Verfügung“, sind nicht nur die WIFF-Bezirkspolitiker überzeugt.