WIFF-Turtenwald: „Wiener Wohnen agiert als Handlanger für Mieter-Abzocke! – Skandalöser ‚Corona-Zuschlag'“

Mit einer schier unglaublichen Mieterabzocke sah sich kürzlich WIFF-Bezirksrat Ossi Turtenwald konfrontiert, nachdem er von der empörten Gemeindebau-Bewohnerin Beatrix F. zu Hilfe gerufen worden war.

„Ich bin von ‚Wiener Wohnen‘ ja einiges gewöhnt, aber dieser Fall schlägt wieder einmal dem ‚Fass den Boden aus‘ und wird hoffentlich bei Wohnen-Stadträtin Gaal (SPÖ) die erforderliche Reaktion auslösen“, so der WIFF-Bezirkspolitiker und listet den Sachverhalt penibel auf:
„Wegen der schweren Behinderung des Ehemannes erreichte Frau F. bei Wiener Wohnen vor Jahren gegen Kostenbeteiligung die Installierung eines Treppenliftes bis zu Ihrer zwar im ‚Erdgeschoß‘, aber doch acht Stufen höher gelegenen Wohnung. Nach dem Tod des Ehemannes ließ die Witwe den Lift im Vorjahr auf eigene Kosten demontieren. Zurück blieben mehrere Bohrlöcher und einige wenige Quadratmeter zu streichender Wandfläche. Diese Arbeiten wurden von ‚Wiener Wohnen‘ in Auftrag gegeben, die Rechnung in Höhe von Euro 772,45 zuzüglich MwSt. allerdings soll Frau Beatrix F. begleichen. Und um den Fall tatsächlich zum Skandal wachsen zu lassen, sind laut Rechnung Euro 133.– als ‚Corona-Zuschlag‘ ausgewiesen“, zeigt sich Turtenwald ob dieser von „Wiener Wohnen“ anstandslos akzeptierten und teils auch selbst praktizierten Vorgangsweise empört.
 
WIFF wird jedenfalls einen gerichtlich beeideten Sachverständigen beauftragen, die geleistete Arbeit und den hierfür geforderten Preis auf Angemessenheit zu prüfen, zumal an besagter Wand nach wie vor zwei vom Treppenlift stammende, von den „Sanieren“ aber offenbar übersehene, Bohrlöcher zu sehen sind…
– Foto: Gerhard Bartel/Kronenzeitung.