WIFF und VOR bringen 87jährige Floridsdorferin zum Strahlen.

„Zu Tode betrübt – und strahlend vor Glück“ – dies trifft auf die 87jährige Grete M. punktgenau zu. Hier die Geschichte kurz erzählt: Bei ihrer fast täglichen Busfahrt zum Pensionistenklub im Karl Seitz-Hof in Jedlesee sollte Grete M. anlässlich einer Kontrolle ihre Fahrkarte vorweisen. Ob der Aufregung war die Karte aber in der Handtasche einfach nicht zu finden, also hieß es trotz aller Beteuerungen, ja eine Jahreskarte zu haben: „Aussteigen!“ zur weiteren Beamtshandlung.

Wobei die Frau nach ihren Angaben sogar noch zu Sturz kam, was zum Glück aber ohne Folgen blieb. Lediglich die Aufregung war gestiegen – der Fahrausweis blieb aber weiter unauffindbar und auf eine Überprüfung der Angaben der Frau etwa via Diensthandy verzichteten die VOR-Kontrollorgane. Schließlich erhielt die 87jährige Pensionistin nach Aufnahme der Personalien letztlich noch einen Straf-Zahlschein ausgehändigt – den sie zu Hause in der Aufregung dann neuerlich verlegte. Was dann Wochen später zur Zustellung einer Zahlungsaufforderung in Höhe von Euro 154,80 führte.
 
Erst jetzt weihte Frau Grete M ihren Sohn Gerhard Sch. in die Geschehnisse ein und dieser fand in einem Seitenfach von Mutters Handtasche die gültige VOR-Jahreskarte und auch die Bankkontoauszüge, aus denen die monatlichen Raten-Abbuchungen für den Fahrausweis ersichtlich sind. Unter Vorweis beider „Beweisstücke“ bat Gerhard Sch. schließlich am 6. Mai gegen 19 Uhr WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek um Hilfe, der noch am selben Tag um genau 22.30 Uhr per Mail alle Beweisstücke an den Verkehrsverbund Ost-Region (VOR) mit dem Ersuchen übermittelte, man möge den Fall von Frau Grete M. einer Prüfung unterziehen.
 
Und schon wenige Stunden später, am frühen Vormittag des 7. Mai, folgte die Reaktion des VOR via Telefon: „Tut uns leid, da ist etwas schief gelaufen, bitte betrachten Sie die Strafvorschreibung als gegenstandslos“.
 
„Bürgernäher geht’s mit Sicherheit nicht mehr“, freut sich auch WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek über die „sensationell rasche Reaktion“ des VOR. „Damit haben Sie dem Ansehen des VOR mit Sicherheit einen sehr guten Dienst erwiesen. Für uns von WIFF ein Grund, diesen Fall einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren“, so der Bezirkspolitiker an die handelnden Personen beim VOR.