WIFF-Warnung an Möbelkunden: „Bei Bestellungen nur geringe Anzahlungen leisten!“

Das Beben in der heimischen Möbelgruppe KIKA/LEINER nach Bekanntwerden der Finanz- und Steuerprobleme ihres Eigentümers, des südafrikanischen Möbelriesen Steinhoff, hat viele Fragen aufgeworfen. Vor allem die Tatsache, dass vor Weihnachten das Vorzeigehaus in der Mariahilfer Straße „im Handstreich“ verkauft werden musste, um Gehälter und Weihnachtsgeld an die Mitarbeiter auszahlen zu können, hat zu denken gegeben.

 
Auch WIFF hat sich Gedanken gemacht und Expertenmeinungen eingheholt. „Denn“ – so Parteiobmann und Bezirksrat Hans Jörg Schimanek – „was nützt es, wenn die Möbelhäuser in Österreich durchaus lebensfähig sind, der Mutterkonzern in Südafrika aber regelmäßig die Gewinne zur Deckung eigener Kosten abzieht!? – Falls letztlich die mit Milliarden verschuldete Steinhoff-Gruppe insolvent wird, fallen auch deren österreichischen Häuser von KIKA und LEINER der Konkursmasse zu. Und damit aber ebenso alle Anzahlungen, die Kunden bei der Bestellung von Möbel, Teppichen oder Vorhängen usw. geleistet haben“.–
 
WIFF rät daher allen künftigen Kunden grundsätzlich: „Bei Warenbestellungen nur geringe Anzahlungen leisten!“ – Diese Warnung wird auch von der Arbeiterkammer bestätigt. Dazu Gabriele Zgubic, Leiterin der Abteilung Konsumentenpolitik bei der AK Wien: „Wird ein Möbelhaus tatsächlich insolvent, fällt die geleistete Anzahlung in die Konkursmasse“.