„Wir ersticken schon jetzt im Verkehr!“ – Massive Bürgerproteste gegen „Bebauungsplan Neu“ für Areal Gerasdorfer Straße 105 – Jetzt Unterschriftenaktion gegen Flächenumwidmungsvorhaben von Rot&Grün.

Seit bekannt ist, dass die Stadt Wien für das ehemalige BOKU-Gelände an der Gerasdorfer Straße bis zur Sowinetzgasse zwecks Errichtung neuer Wohnhausanlagen eine neue Flächenwidmung plant, gehen die Wogen hoch in dem vor allem angesichts der ohnehin schlechten Verkehrsinfrastruktur bereits dicht besiedelten Bereich. Engagierte Anrainer rufen jetzt zu einer Unterschriftenaktion gegen einen neuen Flächenwidmungs- und Bebauungsplan auf. „Wir ersticken jetzt schon im Verkehr, dennoch will die Politik das tägliche Chaos durch den Bau hunderter weiterer Wohnungen noch zusätzlich verschärfen und unsere Lebensqualität verschlechtern!“, lautet die fast einhellige Kritik an dem Vorhaben.

„Wenn man den betroffenen Bewohnern des Gebietes dann noch auf engstem Raum im Ella Lingens-Gymnasium eine wahrlich mickrige Bürgerinformationsveranstaltung anbietet, darf man sich nicht wundern, dass sich die Menschen noch zusätzlich gefrotzelt fühlen und jedes Vertrauen verlieren“, übt auch WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek Kritik.
 
Er fordert die Rathauspolitiker und hier speziell den für Wohnbau zuständigen Stadtrat Ludwig (SPÖ), der selbst in einem geschützten Floridsdorfer Siedlungsgebiet wohnhaft ist, dazu auf, endlich von der seit vielen Jahren geübten unsäglichen Praxis abzugehen, Wohnungen ohne die erforderliche Infrastruktur in die Landschaft zu stellen. Zugleich weist der Bezirkspolitiker auf die bereits jetzt angespannte Verkehrssituation nicht nur in der Gerasdorfer Straße, sondern auch im gesamten dortigen Siedlungsgebiet, in der Ruthnergasse, der Shuttleworthstraße bis zur Brünner Straße hin.
 
Schimanek abschließend: „WIFF wird die Initiative der betroffenen Jedlersdorfer Bevölkerung voll unterstützen. Gleiche Unterstützung erwarten wir auch von den übrigen Fraktionen im Floridsdorfer Bezirksparlament. Selbst den Bezirksmandataren von SPÖ und Grünen müssten die Interessen der betroffenen Floridsdorferinnen und Floridsdorfer deutlich wichtiger sein als die Pläne ihrer Rathausgranden, von denen man nicht einmal weiß, ob sie die gegenständlichen Bereiche selbst überhaupt schon einmal besucht haben…“
 
Schon jetzt tägliches Chaos im Bereich Gerasdorfer Straße – Ruthnergasse bis Brünner Straße.