Wirbel um Baummord: BV Papai (SPÖ) feiert sich zu Unrecht selbst als „Macher“ – und verschweigt wichtige Fakten…

Seit die den „roten“ Wohnbauträgern zuzuzählende sogenannte gemeinnützige Wohnbaugesellschaft „Schwarzatal“ wegen der geplanten Errichtung von 337 geförderten Wohnungen an der Adresse Grellgasse 3, nächst der Gerasdorfer Straße, bei der Behörde zwar „Auslichtungen“ beantragt, aber mit einer Totalrodung des Baumbestandes „zur Tat“ geschritten war, herrscht nicht nur bei den Anrainern helle Empörung.

Umgehend wurden die zuständigen Magistratsabteilungen informiert , wo man auch sofort tätig wurde und die leider schon sehr weit fortgeschrittenen Rodungsarbeiten umgehend eingestellt wurden.
 
Da wollte natürlich auch Bezirksvorsteher Papai (SPÖ) mit einer Wortspende nicht fehlen: „Wir schützen unsere Floridsdorfer Grünräume! Ich verurteile illegale Baumrodungen zutiefst. Gut, dass Stadträtin Ulli Sima (SPÖ, Anm.) bereits ein Verwaltungsstrafverfahren einleiten hat lassen. Danke an die engagierten AnrainerInnen, welche das Ereignis gemeldet haben“.
 
Diese Papai’sche Eilmeldung an die Presse wirft allerdings – so meinen die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald – zwei nicht unwichtige Fragen auf: „Warum, Herr Bezirksvorsteher, heften Sie sich den Rodungsstopp öffentlich auf Ihre persönlichen Fahnen, wenn in Wahrheit Anrainer und Aktivisten der Grünen Floridsdorf schon lange zuvor die Behörden informiert haben? Und warum, Herr Bezirksvorsteher, verschweigen Sie in Ihrer lautstarken Wortmeldung eigentlich den Verursacher dieser illegalen Rodung? Ist es wider die Parteilinie, den ‚roten‘ Bauträger ‚Schwarzatal‘ vor den öffentlichen Vorhang zu holen? Sind Ihnen – um nur einige in diesem dichten Firmen- und Gesellschaftergeflecht tätige Unternehmen zu nennen – die mit ‚Schwarzatal‘ personell und wirtschaftlich eng verwobenen ‚roten‘ Genossenschafts-Riesen ‚Sozialbau‘ und ‚Neue Heimat‘ in Oberösterreich oder die wohl ebenfalls ‚rot‘ dominierte sogenannte ‚Wiener Städtische Versicherung‘ zu mächtig, um den Verursacher des ‚Baummordes‘ beim Namen zu nennen…?“
 
Erfreulich: Laut Grünen-Bezirksrätin Gabriele Tupy – im Bild mit WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek und Gerhard Doppler – habe die MA 42 zugesagt, im Rodungsbereich Aufpflanzungen zu tätigen. Bis zur Herstellung eines waldähnlichen Charakters werde es allerdings einige Jahre dauern.
 
Unerfreulich: Die im Zuge des eingeleiteten Verwaltungsstrafverfahrens im Falle einer Verurteilung zu erwartenden Geldstrafen wird die „Schwarzatal“ vermutlich aus der Portokasse begleichen.