Wird SPÖ-Ludwig neuer Bürgermeister auf Steuerzahlers Kosten? – Als „Big-‚Wiener Wohnen‘-Inseraten-Spender“ seit zwei Jahren „Liebkind“ mancher Printmedien.

 Mit einer Medienpräsenz á la Stadtrat Ludwig (SPÖ) kann sein Parteigenosse und Mitbewerber um den Wiener Bürgermeisterthron, Klubobmann Schieder, nicht mithalten. Dafür haben seit zumindest zwei Jahren auch „Wiener Wohnen“, im Verantwortungsbereich des Wohnen-Stadtrates und Floridsdorfer SPÖ-Obmannes Ludwig angesiedelt,  sowie im Dunstkreis der SPÖ wirkende sogenannte Gemeinnützige Wohnbaugenossenschaften trefflich vorgesorgt.

Denn großzügig honorierte Einschaltungen – oftmals mit dem Konterfei des Stadtrates und nunmehrigen Bürgermeister-Kandidaten versehen – hatten und haben noch weitere für Ludwig förderliche „Nebeneffekte“. Wann immer der Stadtrat ein Band durchschneidet, den Bau von Dachwohnungen ankündigt oder sich sonstwie „öffentlichkeitswirksam“ präsentiert, sind flugs auch die Pressefotografen vor Ort, um die Aktivitäten des „volksnahen“ Politikers für ihre Zeitungen im Bild festzuhalten. Was manche gelernte Zeitungsleser allerdings immer wieder zu der Frage drängt: „Wann arbeitet der Ludwig eigentlich?“
„Seinen wichtigsten Bereich, nämlich ‚Wiener Wohnen‘, hat der Stadtrat jedenfalls nicht im Griff, das beweisen die regelmäßig ans Tageslicht kommenden Skandale und Fehlleistungen“, ist ‚Wiener Wohnen‘-Insider Bezirksrat Ossi Turtenwald (WIFF) überzeugt. Er und sein Fraktionskollege Hans Jörg Schimanek haben bekanntlich auch zum Teil äußerst fragwürdige Aktivitäten des SPÖ-Stadtrates aufgedeckt. „Allein der Verkauf des ehemaligen Tröpferlbades an eine SPÖ-nahe Wohnbaugenossenschaft und die damit in Zusammenhang stehenden Aktivitäten Ludwigs waren und sind mehr als einfach nur interessant“, sagt Schimanek.
So hat Ludwig das in günstigster Lage im Bezirkszentrum liegende Areal Ecke Brünner Straße/Weisselgasse mit einer erzielbaren Nettowohnnutzfläche von rund 3.600 m2 laut eigener Anfragebeantwortung ohne Ausschreibung (!) um nur 909.000.– Euro an die „rote“ GEWOG verkauft, obwohl der tatsächliche Wert damals von Experten mit bis zu 2,5 Mio Euro beziffert wurde. „Noch dazu, da Ludwig der Genossenschaft ja für das wohl nur schwer vermietbare große Gassenlokal sozusagen als ‚Morgengabe‘ auch gleich die Städtische Bücherei als sicheren Dauermieter vermittelt hat. Die Beteuerungen des Wohnen-Stadtrates, durch den niedrigen Verkaufspreis habe er den Bau leistbaren Wohnraumes fördern wollen, gehen jedenfalls völlig ins Leere.
Denn warum hat er auf der anderen Seite den dortigen Wohnbau – wohl zu Lasten der neuen Mieter – wieder viel teurer gemacht, indem er die Genossenschaft dazu angehalten hat, einen Teil der alten Fassade des Tröpferlbades ‚als Erinnerung‘ baulich zu erhalten und in den Neubau zu integrieren, obwohl dazu keinerlei Erfordernisse vorhanden waren. Denn das alte Tröpferlbad stand nicht unter Denkmalschutz“, so Schimanek und ergänzt: „Dass die Wiener Staatsanwaltschaft, obwohl im Besitz aller erforderlichen Unterlagen, hier keinen Grund zum Einschreiten gefunden hat, erscheint angesichts der unstrittigen Fakten mehr als verwunderlich!“ –
Fotos: Die Presse (1), Joschi Tuczai.