Wirtschaftskammer Wien als „Selbstbedienungsladen“ für Funktionäre auf Kosten der zwangsverpflichteten Beitragszahler.

„Wien ist anders“ – Abgesehen jetzt einmal von den u. a. „Versorgungs-Geschenken“ der Rathaus-SPÖ (unter freundlichem Abnicken des jeweiligen Koalitionspartners) an abgehalfterte Parteigenossen (etwa eine gewisse Frau Brauner…) passt dieser Werbespruch wohl nirgendwo besser als zu den bei der Wirtschaftskammer Wien geübten Praktiken. Einziger Unterschied: Vom roten Bgm. Ludwig&Co. werden die Wiener Steuerzahler zur Kasse gebeten – für die Allüren des Wiener WIKA-Präsidenten Ruck (ÖVP) müssen Wiener Wirtschaftstreibende als Zwangsmitglieder der Kammer aufkommen.

„Allein schon auf die Idee zu kommen, sich als WIKA-Präsident auf Kosten der zur Beitragszahlung zwangsverpflichteten Mitglieder gleich acht (!) durchaus gut bezahlte Vizepräsidenten zu halten, ist eigentlich nicht nachvollziehbar. Noch dazu, wo doch der Stimmenanteil des einen oder anderen Ruck-‚Vize‘ bei der jüngsten WIKA-Wahl fast unter der Wahrnehmungsgrenze lag. Präsident Ruck dürfte da wohl nach dem Motto gehandelt haben: Besser Vizepräsidenten, die stillhalten, als unabhängige Schreier, die möglicherweise Mitglieder aufscheuchen könnten. Und Berichte a là Kronenzeitung vom 21. Juni 2020 sitzt man einfach aus und wartet, bis Gras drüber wächst“, übt WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek heftige Kritik.
 
„In vielen Gesprächen haben mich zuletzt Floridsdorfer Wirtschaftstreibende in meiner Ansicht bestätigt. Aktiv werden will aber kaum jemand, zu sehr sind die Leute gerade in Zeiten wie diesen von den mannigfaltigen Problemen in den eigenen Firmen gefordert. Womit vermutlich klar ist: Bei der nächsten WIKA-Wahl wird die zuletzt schon beängstigend niedrige Wahlbeteiligung noch weiter sinken. Es sei denn, es proben einige kluge und leistungsbereite Köpfe den Aufstand gegen das verfilzte Establishment…“, so der Bezirkspolitiker abschließend.