Wohnbauboom in Floridsdorf ohne zielführende Verkehrskonzepte – WIFF: „Chaos vorprogrammiert!“

Schwere Niederlage für SPÖ&Grüne in der Floridsdorfer Bezirksvertretung: Umstrittener Flächenwidmungsplan für Verbaung des Donaufelds wurde mit einer Stimme Mehrheit abgelehnt. WIFF: „Demokratie half der Vernunft zum Erfolg!“

In „gewohnter Manier“ sollte in der jüngsten Sitzung des Floridsdorfer Bezirksparlaments ein Teil des neuen Flächenwidmungsplanes für die Verbauung des Donaufelds im Bereich Nordmanngasse beschlossen werden. „Und das ohne Umweltverträglichkeitsprüfung und ohne weiträumiges Verkehrskonzept“, so die WIFF-Vertreter im Bezirksparlament, Hans Jörg Schimanek, Ossi Turtenwald und Jasmin Turtenwald. Doch die offenbar der „Betonlobby“ verpflichteten Vertreter von SPÖ und den Grünen im Bezirk hatten diesmal die Rechnung ohne die Opposition gemacht. FPÖ, ÖVP, WIFF und NEOS lehnten den vorgelegten Umwidmunsplan mit der hauchdünnen Mehrheit von einer Stimme ab und verursachten damit bei BV Papai&Co. verstörte Gesichter. „Niemand von uns ist gegen den Bau von Wohnungen, am besten die von der SPÖ vor der jüngsten Wahl versprochenen Gemeindewohnungen. Aber Floridsdorf darf nicht auf Kosten der bereits hier lebenden Bevölkerung und auch künftiger Bewohner geschäftshungrigen Bauträgern geopfert werden. Wir treten ausschließlich für eine umweltverträgliche und menschenwürdige Wohnbauoffensive ein“, sagen Schimanek und Turtenwald.–    Tatsächlich boomt der Wohnbau ohnehin in Floridsdorf und in unserem Nachbarbezirk Donaustadt und die rot&grüne Stadtpolitik wird auch nicht müde, den „dringenden Wohnungsbedarf“ in unserer Stadt in die Köpfe der Wienerinnen und Wiener einzuprägen. Doch allein am Beispiel Floridsdorfs zeigt sich, dass die Stadthäuptlinge außer dem „Bauen ohne wenn und aber“ nur wenig Anderes interessiert. „Jedenfalls nicht die Tatsache, dass ein forcierter Wohnbau auch wichtige Begleitmaßnahmen erfordert, die das künftige Wohnen außer in den ‚eigenen vier Wänden‘ auch sonst lohnenswert macht“, so „Siemensäcker“-Sprecher Helmut Sommerer und bekommt dabei volle Unterstützung von WIFF–Wir für Floridsdorf.

„Bei uns wird gebaut, was das Zeug hält, dass Wohnen – und speziell Wohnsiedlungen – aber auch mit künftigem Verkehrsaufkommen zu tun haben, scheint den Politverantwortlichen fremd zu sein. So gibt es derzeit weder für die  Großbauvorhaben ‚Siemensäcker‘, ‚Donaufeld‘ oder die Roigk-Gründe zielführende die erforderlichen weitreichenden Verkehrskonzepte. Mit Ausnahme der U2 in die Seestadt Aspern ganz nach dem langjährigen Motto der Stadtpolitik: Erst stellen wir etwas auf die grüne Wiese und dann schauen wir weiter…“, kritisieren die mit fast täglichen Bürgerprotesten konfrontierten WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald diese Vorgangsweise. „Daher haben wir auch den zur Beschlussfassung vorgelegten Flächenwidmungsplan für die Verbauung des Donaufeldes in der Bezirksvertretung abgelehnt. Denn so wie bei den ‚Siemensäckern‘ fehlen auch hier Verkehrskonzept und Umweltverträglichkeitsprüfung! „.– Die beiden Bezirkspoltiker verweisen auch auf das bereits jetzt zu Spitzenzeiten herrschende Verkehrschaos in Floridsdorf. So etwa in der Brünner Straße, der Fultonstraße oder der Leopoldauer Straße (siehe Fotos). Und in Richtung Rathaus: „Nicht nur ‚Rote Karten‘  sind in ausreichendem Maß vorhanden, falls etwa eine Mehrheit im Gemeinderat gegen Floridsdorfer Beschlüsse und Interessen abstimmen sollte (siehe Foto GR-Sitzung, Abstimmung Hochhaus Am Heumarkt)“, so WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek abschließend.

Bildtext: Die Vertreter von FPÖ, ÖVP, WIFF und NEOS bei der Begehung des für die „OHNE-WENN-UND ABER“-Umwidmung vorgesehenen Gebietes an der Nordmanngasse. V.l.n.r.: BR Hans Jörg Schimanek (WIFF), Judith Lederer (NEOS), BV-Stv. Karl Mareda (FPÖ), BR Erol Holawatsch (ÖVP und BR Thomas Perl (FPÖ).– Fotos: Sabine