Wohnbauprojekt „Zielpunkt“-Areal: Gefahr im Verzug?

Unter wahrhaft keinem „guten Stern“ steht das auf dem Areal der ehemaligen „Zielpunkt“-Filiale in der Leopoldauer Straße 70 in Bau befindliche Wohnblock-Projekt.

Seit Monaten kämpft die dort tätige Baufirma vergeblich gegen massive Grundwassereinbrüche. Am Sonntag, 10. Mai, gab es wieder einmal einen Alarmeinsatz des Magistrats/Wiener Gewässermanagement, nachdem sich Anrainer aus dem benachbarten Gemeindebau über nächtliches Plätschern in der Baugrube und den Lärm der ohne Unterlass laufenden Wasserpumpen beschwert hatten. „Die zwei geplanten Tiefgaragen-Geschoße werden angesichts des permanenten Grundwasserenbruchs immer unrealistischer“, glaubt WIFF-Bezirksrat Hans Jörg Schimanek nach seinem – ebenfalls sonntägigen – Lokalaugenschein. Anrainer hatten den Bezirkspolitiker dabei auf einen besonderen Gefahrenherd hingewiesen.
Schimaneks Resümee: „Obwohl die einzelnen Betonflächen des direkt an die Baustelle angrenzenden Gemeindebau-Parkplatzes erst kürzlich mit Flüssigasphalt ausgegossen worden waren, haben sich die Betonflächen wieder leicht abgesenkt, die Fugen wurden breiter, der Asphalt klafft erneut auseinander. Das lässt vermuten, dass der gesamte Parkplatz nach und nach unterspült wird und sich daher im Laufe der Zeit weiter absenken könnte“.  Der WIFF-Bezirkspolitiker hat daher noch am Sonntag das Büro für Sofortmaßnahmen bei der Wiener Magistratsdirektion zwecks Einleitung zielführender Maßnahmen eingeschaltet.