Wohnen-Stadtrat Ludwig: Auf Kosten der Wiener Steuerzahler zu „Everybodys Darling“..?

 Da haben sich Bürgermeister Häupl&Genossinnen und Genossen aber ‚gefreut‘: Immerhin weist der jüngste APA-OGM-Vertrauensindex betreffend Wiens Politiker erstmals den Floridsdorfer SP-Bezirksparteiobmann und Wohnenstadtrat Ludwig als Nummer eins auf.

Dieser hat seinen Chef und bisherigen Dauerführenden, Bgm. Michael Häupl, erstmals auf die Plätze verwiesen. Zwar wurden nur insgesamt 500 Personen online befragt, aber immerhin. Die Delegierten zum SPÖ-Parteitag hat die Umfrage jedenfalls nicht gerührt, die Umfrage ist jetzt das Papier nicht mehr wert, auf dem das Ergebnis niedergeschrieben ist.

Denn die Funktionäre haben neben Häupl (77,4%) vor allem Ludwig (67,8%) die Rechnung der Basis präsentiert. Und wenn man bedenkt, dass viele Delegierte großteils aus Protest gar nicht zum Parteitag erschienen sind, wären die Wahlergebnisse noch desaströser ausgefallen. Die Ursachen speziell für das Ludwig-Desaster glauben anhand ihrer guten Zugänge zu Ludwig-Gegnern innerhalb der Bezirks- und Stadt-SPÖ die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald genau zu kennen: „Immerhin ist den meisten Funktionären durchaus klar, dass sich Ludwig seit den letzten Wien-Wahlen in alter ‚Faymann-Manier‘ auf Kosten von Wiener Wohnen und diverser Wohnbauträger durch Schaltung unzähliger Zeitungsinserate und Werbebroschüren samt daraus resultierender Gratis-PR – meist auch mit seinem Konterfei versehen– fast täglich der Öffentlichkeit präsentiert hat.

Eine Eigenwerbung, die letztlich der Wiener Steuerzahler finanziert!“ – Interessant wird auch sein, zu welchen Ergebnissen die über Auftrag der Korruptionsstaatsanwaltschaft derzeit u. a. auch gegen Ludwig laufende Ermittlungen führen. Immerhin wird Ludwig vorgeworfen, zahlreiche im Eigentum der Stadt Wien befindliche Grundstücke weit unter dem wahren Wert an „befreundete“ Wohnbauträger usw. veräußert zu haben.

So etwa das ehemalige Weisselbad (Tröpferlbad) Ecke Brünner Straße / Weisselgasse, das statt um erzielbare rund 2,5 Mio Euro zu einem auf WIFF-Anfrage von Ludwig selbst bestätigten Spottpreis von lediglich 909.000.– Euro und ohne öffentliche Ausschreibung den Besitzer gewechselt hat. Schimanek und Turtenwald abschließend an die Adresse Ludwigs: „Nachdem Sie, sehr geehrter Herr Stadtrat, trotz massiver Kritik des Rechnungshofes stets den sozialen Wohnbau als Ausrede für Ihre großzügigen Grundstückgeschenke präsentieren, erlauben wir uns die Frage: Haben Sie und Ihr&unser Bürgermeister ihr Wahlversprechen 2015 ‚Wir bauen wieder Gemeindebauten!‘ vergessen?“ –

Vermutlich sind aber alle Wahlversprechen von 2015 nach der jüngsten Parteitag-Katastrophe ohnehin obsolet. Schimanek (WIFF): „Wenn die Führungsriege der Wiener SPÖ nur ein Quäntchen Anstand hat, müsste sie spätestens für September oder Oktober 2017 in Wien Neuwahlen ausschreiben. Sonst wäre auch das letzte Fünkchen an Glaubwürdigkeit beim Teufel!“