Wohnen-Stadtrat Ludwig (SP) kann’s nicht lassen: Verkauf von Liegenschaften und Häusern aus dem Besitz der Stadt Wien ohne Ausschreibung wird zur Regel

Wohnen-Stadtrat Ludwig (SP) kann’s nicht lassen: Verkauf von Liegenschaften und Häusern aus dem Besitz der Stadt Wien ohne Ausschreibung wird zur Regel.

„Der traut sich was, der Ludwig!“, staunen viele Insider der Wiener Immobilien-Szene über den jüngsten „Geniestreich“ des Wohnenstadtrates Ludwig, seines Zeichens auch Floridsdorfer SP-Bezirksparteiobmann und bei den Wahlen im Herbst auch SP-Bezirksspitzenkandidat. Immerhin wurde jetzt laut Kronenzeitung der Verkauf von 84 Gebäuden, darunter zahlreiche Luxus-Zinshäuser, mit dem Buchwert von insgesamt 53 Mio Euro ruchbar. Und das ohne Ausschreibung! Abgewickelt wurde der Verkauf von der Stadt Wien-Tochter WISEG GmbH&Co KG.

„Der Verkauf ohne Ausschreibung scheint im Ludwig-Ressort Schule zu machen“, sagen die beiden WIFF–Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald. Sie verweisen auf das Areal des ehemaligen Tröpferbades Ecke Brünner Straße / Weisselgasse (siehe Foto Joschi Tuczai), das Ludwig um nur € 909.000.- an die Wohnbaugenossenschaft GEWOG verkauft hatte. Ebenfalls ohne Ausschreibung.

WIFF hat daraufhin Expertisen von zwei Experten der Immobilienbranche eingeholt, die beide einen zu erzielenden Verkaufspreis zwischen 1,3 und 1,5 Mio Euro errechnet haben.

Die WIFF-Frage nach dem Warum beantwortete Ludwig damit, dass man an dieser Stelle unbedingt einen Sozialbau errichten wolle, im Falle einer Ausschreibung wäre ein sozialer Wohnbau infolge des zu hohen zu erzielenden Kaufpreis nicht mehr förderbar. „Auf die Idee, das Grundstück auszuschreiben und zu einem weit höheren Preis an eine private Immo-Firma zu verkaufen, die an dieser Stelle frei finanzierte Eigentumswohnungen errichtet hätte, ist Ludwig nicht gekommen. Den Mehrerlös hätte der Stadtrat dann ja in ein anderes Sozialwohnbauprojekt investieren können. Fazit: Ludwig hat dem ohnehin stets leeren Stadtsäckel – nimmt man die beiden von WIFF eingeholten Expertisen her – zwischen 400.000.- und 600.000.- Euro entzogen“, so Schimanek und Turtenwald abschließend.

 

Krone (1)

 

Ludwig-Weisselbad

 

 

 

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