Wohnen-Stadtrat und Floridsdorfer SPÖ-Obmann Ludwig kündigt an: Neue „Infrastrukturabgabe“ soll noch im heurigen Jahr eingeführt werden!

Wohnen-Stadtrat und Floridsdorfer SPÖ-Obmann Ludwig kündigt an: Neue „Infrastrukturabgabe“ soll noch im heurigen Jahr eingeführt werden!

Weil offenbar das Wiener Stadtbudget einem „Fass ohne Boden“ gleicht, will die SPÖ noch heuer eine „Infrastrukturabgabe“ einführen. Demnach soll eine Gebühr für die Nutzflächen für Wohn- und Büroräume von allen Haus- und Liegenschaftseigentümern eingehoben werden.
Zudem soll auch jeder Quadratmeter bebaubarer Grund in diese Abgabe mit einbezogen werden. „Die Abgabe wird ohnehin nur alle 30 Jahre eingehoben und beträgt pro Quadratmeter voraussichtlich nur einen Euro“, beschwichtigt man seitens der SPÖ.

„Dies bedeutet trotzdem eine hohe Belastung etwa für Besitzer von Einfamilienhäusern und den dazu gehörenden Grundstücken. Denn wenn man beispielsweise Eigentümer einer solchen Liegenschaft mit 1.000 m2 Grundfläche ist, heißt dies, dass man neben der Abgabe für das Haus auch noch 1.000.– Euro für das Grundstück bezahlen muss“, heißt es aus Siedlerkreisen.

Solche Beträge – vor allem weil die Einhebung nur jeweils alle 30 Jahre erfolgen soll – scheinen auf den ersten Blick nicht viel. „Aber wenn beispielsweise ein Häuslbauer und etwa schon in Pension 1.200.– Euro oder mehr auf einen Schlag berappen muss, ist das ja keine Kleinigkeit“, so die WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald.

Diese „Infrastrukturabgabe“ muss sich klarerweise auch die Gemeinde Wien als Grundbesitzer etwa bei Gemeindebauten oder bei verpachteten Siedlungsgebieten selbst überweisen. „Niemand kann aber auch nur annehmen, dass die Gemeinde Wien diese Kosten nicht umgehend auf ihre Mieter und Pächter überwälzen wird. So viel zum sogenannten ‚Leistbaren Wohnen in Wien““, ätzen die beiden WIFF-Politiker.

Interessant ist auch die Frage, wofür diese neue Abgabe eingehoben werden soll:
„Zum Beispiel für die Sanierung und Erhaltung von Kanal- und Wasserleitungen“, sagen Ludwig und die SPÖ.
„Uns von WIFF – Wir für Floridsdorf fällt da nur eine Zusatzfrage ein: Was macht die Gemeinde mit den Millionen, die sie Monat für Monat und Jahr für Jahr  beispielsweise für Kanalbenützung und Wasser kassiert?“, so Schimanek und Turtenwald abschließend.