Wohnenstadtrat Ludwig (SPÖ) als „Friedensbürgermeister“..? (Ein Kommentar der WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald)

Es scheint eng zu werden für den Floridsdorfer SPÖ-Bezirkschef und Wohnen-Stadtrat Ludwig. Sein zu unverfroren und – nicht nur für seine links-linken Gegner in den eigenen Reihen – viel zu aufdringlich wirkendes Drängen in Richtung Michael Häupls Thron kommt einfach nicht gut an. Auch die offensichtliche Tatsache, dass Ludwig vornehmlich via Wiener Wohnen das Steuergeld der Wienerinnen und Wiener in Form von bezahlten Medieneinschaltungen „mit vollen Händen“ ausgibt und sich dadurch bekannter Weise wiederum wohlwollende Berichterstattung einholt, wird sogar in der eigenen Partei kritisiert. Noch dazu untergräbt Ludwig seine eigene Glaubwürdigkeit durch leicht zu widerlegende Aussagen und Behauptungen.

Jetzt plötzlich rudert Ludwig zurück, will nicht der von“Cäsar“ Bgm. Michael Häupl apostrophierte „Brutus“ sein und schon gar nicht die Wiener SPÖ in eine Koalition mit der FPÖ führen. So nach dem Motto: „Am besten gar nicht anstreifen an den Rechten!“. – Glaubt Ludwig eigentlich wirklich, dass ihm jemand solche Beteuerungen abnimmt? Hat der Stadtrat vergessen, warum er 2015 im Wiener Gemeinderat bei der Wahl des Bürgermeisters und der Stadträte als einziger „Roter“ auch die Stimmen der Freiheitlichen erhalten hat? 81 der 100 Mandatare votierten damals für Ludwig, während Häupl&Co. lediglich knapp über 50 Stimmen erreicht haben. „Schon damals“, so Parteiinsider aus dem Wiener Rathaus, „hat Ludwig die ersten Schritte in Richtung FPÖ und die Nachfolge Häupls gesetzt“.
 
Und wenn Ludwig jetzt „so gar nichts mit Rechts zu tun“ zu haben vorgibt, scheint er sein Auftreten vom Dezember des Vorjahres beim 20jährigen Bestandsjubiläums des „Hauses der Heimat“ verdrängt zu haben, wo er vor den nicht gerade als linkslastig verschrieenen Mitgliedern des Verbandes der deutschen altösterreichischen Landsmannschaften Österreichs (VLÖ) als Festredner fungiert hat. Warum also, so fragen wir uns, bekennt sich der Herr Wohnen-Stadtrat nicht offen dazu, dass für ihn – falls er Bürgermeister würde – nicht auch eine Koalition mit der Wiener FPÖ möglich erscheint. Dann wüssten wenigstens viele Wienerinnen und Wiener, woran sie 2020 – oder früher? – im Falle einer Stimmabgabe für die SPÖ wären. Und vor den eigenen Parteifreunden sollte sich Ludwig ebenfalls nicht weiter „verbiegen“, die wissen ohnehin, was sie an ihm haben.
 
Daher unser wohl gemeinter Ratschlag an unseren Floridsdorfer – vorerst noch – „Möchtegern“-Bürgermeister Ludwig: Werfen Sie das alte Sprichwort: „Ehrlichkeit ist eine Zier, doch weiter kommt man ohne ihr“ einfach über Bord und beenden Sie endlich das Herumlavieren. Für einen Bürgermeisterkandidaten mit Rückgrat könnte es sich nämlich durchaus ausgehen! Und ein Floridsdorfer als nächster Wiener Bürgermeister wäre eigentlich doch gar nicht so schlecht!? – Ein Mann mit Rückgrat und der Ehrlichkeit verpflichtet, wohlgemerkt!