Zukunft des Schlingermarktes: WIFF stellt Komplettabriss und Neuerrichtung zur Diskussion!

Seit Jahren steht der Floridsdorfer Markt – im Volksmund seit eh und je nur Schlingermarkt genannt – im Mittelpunkt öffentlicher Diskussionen. Auch wurde seitens des Bezirkes und der Wirtschaftskammer im Laufe der Zeit viel Geld investiert, um Ansehen und Kundenfrequenz des Marktes zu heben. „Leider haben diese zumeist untauglichen Versuche nichts gebracht, es ist daher höchste Zeit, hier Nägel mit Köpfen zu machen, statt in Kommissionen und Beiräten über die ‚Rettung des Schlingermarktes‘ zu schwadronieren“, sind die drei WIFF-Bezirsräte Hans Jörg Schimanek Ossi Turtenwald und Jasmin Turtenwald überzeugt.

 
Sie haben sich in Baden bei Wien vom dortigen Stadtrat Jovi Trenner durch den neu konzipierten Grünen Markt führen lassen und sind seither überzeugt: „Die Stadt Wien soll – etwa nach den Beispielen Naschmarkt oder Karmelitermarkt – eine Komplettlösung für den Schlingermarkt angehen“. –
 
Der WIFF-Vorschlag sieht einen kompletten Abbruch der Marktstände und eine bedarfsorientierte Neuerrichtung samt Überdachung auch des Bauernmarktes sowie die Erarbeitung eines sinnvollen Parkraumkonzeptes vor. „Besonderer Anziehungspunkt könnten nach dem Badener Muster verschiedene Schmankerlstände darstellen, wo man sitzend diverse Spezialitäten geniessen und auch mit nach Hause nehmen kann“, so die beiden WIFF-Bezirkspolitiker. –
 
Da zwar das Marktgrundstück im Eigentum der Stadt Wien ist, die Stände selbst jedoch den einzelnen Standlern gehören, müsste man diese, auch was einen Verdienstentgang während der Neubauzeit betrifft, entsprechend entschädigen und ihnen auf Wunsch Optionen für die spätere Anmietung der künftig im Eigentum der Stadt stehenden Stände anbieten. „Aber nicht zu utopischen Mieten, denn die Wiener Märkte stellen so wie in der Vergangenheit auch heute noch eine Sozialleistung der Stadt für ihre Bürger dar“, fordert Ossi Turtenwald.
 
Und an die Adresse der Wiener Finanzstadträtin Brauner: „Wenn von der Stadt für so manche anderen Wiener Märkte zuletzt Millionen locker gemacht wurden, dürfen die Floridsdorferinnen und Floridsdorfer wohl das gleiche Recht einfordern!“
Bilder: WIFF zu Besuch auf dem Grünen Markt in Baden bei Wien