Zustände in Strebersdorf werden immer ärger! Straßenstrich: Anbahnung jetzt auch vom Auto aus

Die Zustände im Strebersdorfer Industrie- und Gewerbegebiet werden als Folge der dort betriebenen Straßenprostitution immer ärger. Vor allem Firmen klagen über die Verschmutzung ihrer Areale durch allerlei einschlägige Abfälle. „Es ist einfach widerwärtig, was da rund um unseren etwas zurückgebauten Firmeneingang nach jeder Nacht herumliegt. Wir haben jetzt sogar eine Reinigungsfirma engagiert, weil wir diese Arbeiten unseren Putzfrauen einfach nicht mehr zumuten können“, so der Geschäftsführer einer angesehenen Firma in der Scheydgasse zur DFZ.

Auch ein Kleinunternehmer musste bereits mehrmals auf eine Reinigungsfirma zurückgreifen: „Der Bereich um mein Geschäft wird Nacht für Nacht als WC-Ersatz genutzt, wenn ich nicht tagtäglich am Morgen putzen lasse oder selbst putze, verliere ich meine Kundschaft!“.– Jetzt wollen sich betroffene Firmen zu einer Initiative zusammen schließen, um seitens Politik und Polizei möglichst rasch ein Verbot der Straßenprostitution in Strebersdorf zu erwirken.

Strich-3. Okt.-14 Kopie

„Winke, Winke“ aus dem Auto

Eine neue Methode haben sich die in Strebersdorf tätigen Zuhälter und deren „Damen“ ausgedacht, um die von der Polizei verordnete zeitliche Begrenzung ihrer Tätigkeit auf der Straße (derzeit erst ab 19 Uhr erlaubt) zu umgehen. Einige Prostituierte sind bereits an Nachmittagen vor Ort und arbeiten einfach vom Auto aus (siehe Foto).

Unterschriftenaktion: Ergebnis im November

Da die Unterschriftenaktion gegen Straßenprostitution in Floridsdorf bis 31. Okt. läuft, wird das Ergebnis erst Anfang November veröffentlicht.

 

WIFF – Wir für Floridsdorf-Appell: ‘Bezirksvertretung soll gegen Straßenprostitution aktiv werden!’

Soll die Polizei das Strebersdorfer Industrie- und Gewerbegebiet zur Sperrzone erklären und damit per Verordnung ein Verbot der Straßenprostitution erlassen, bedarf es vorerst eines Antrages der Bezirksvertretung an die Polizeidirektion. Derzeit sind aber im Bezirksparlament die Fraktionen von SPÖ, Grünen und – überraschend auch der ÖVP – als Mehrheit mit der zeitlichen Begrenzung des Strichs zufrieden.

Die beiden WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald an die Adresse von Rot, Schwarz und Grün im Bezirksparlament: „Angesichts der immer ärger werdenden vor allem hygienischen Zustände im Strebersdorfer ‘Aufmarschgebiet’ von Zuhältern und Prostitutierten richten wir einen Appell an die Fraktionen von Rot, Schwarz und Grün, endlich auch für ein Verbot der Straßenprostitution in Strebersdorf einzutreten und mit uns und der FPÖ gemeinsam Bezirksvorsteher Papai zu ermächtigen, dem Wiener Polizeipräsident namens der Bezirksvertretung einen Antrag zu übermitteln, wonach das Strebersdorfer Industrie- und Gewerbegebiet entsprechend dem Wiener Prostitutionsgesetz durch Verordnung zur Sperrzone für die Straßenprostitution erkläret werden soll.